Samstag, 18. Oktober 2014

„Everflame - Feuerprobe“ von Josephine Angelini …

… entführt uns in die Welt der Hexen von Salem in Massachusetts. Habt ihr euch schon einmal mit der Hexengeschichte von Salem beschäftigt? Besonders bekannt dürften die Hexenprozesse von 1680 sein, die dort abgehalten worden. Wahrscheinlich sind auch jene historisch belegbaren Ereignisse die Inspiration für eben diese neue Trilogie.
Mit „Everflame“ wagt sich Josephine Angelini also an eine Geschichtsidee mit belegbaren historischen Hintergrund und dennoch ist diese Geschichte eine Fantasy-Geschichte, die so wohl nur von ihr geschrieben werden konnte. Vielen von euch ist diese Autoren möglicherweise schon aus der „Göttlich-Trilogie“ bekannt. Mir war sie jedoch bis dato nur aus anderen Rezensionen bekannt, so dass ich mit diesem Buch nun eine neue Erfahrung mache…

Montag, 13. Oktober 2014

In „Aber bitte mit Liebe“ erzählt Dana Bate…

… die Geschichte von Hannah Sugarman, in deren Leben auf den ersten Blick alles so läuft wie sie sich das wünscht. Sie hat einen Freund, in einem sehr gut bezahlten Job, ist selbst unabhängig, da auch sie einen tollen Job hat und hat außerdem eine schöne Wohnung. Kurz um ihr Leben könnte nicht besser bestellt sein, doch schon bald fängt der schöne Schein zu bröckeln an, denn Hannah hat ein Hobby, dass sich weder mit ihrem Freund, noch ihren Beruf noch der Familie ihres Freundes oder auch ihre eigenen Familie verträgt: das Kochen. Hannah ist leidenschaftliche Köchin, kocht mit Herz und Seele, aber ohne dass sie beruflich bislang damit durch gestartet wäre.

Als sich ihr Freund schließlich von ihr trennt, beginnt sie ernsthaft über ihr Leben nachzudenken. Sie sucht sich eine neue kleine Souterrain Wohnung und gründet gemeinsam mit einer Freundin einen so genannten Supper Club. Dieser ist zwar nicht ganz legal, aber schon bald ein echter Geheimtipp und dann ist da ja auch noch Blake, der Vermieter ihrer Wohnung, gleichzeitig ihr Nachbar, für den sie schon bald mehr als nur freundschaftliche Gefühle hegt.
Dumm nur, dass der Supper Club heimlich nicht in Hannahs Wohnung stattfand, sondern immer in der von Blake. Schließlich ist das ganze so viel praktischer und größer ist die Wohnung auch. Schon bald fliegt Hannah ihr Konzept um die Ohren. Haben Blake und sie trotzdem eine Chance?
„Aber bitte mit Liebe“ ist der Debütroman von Dana Bate, ein Frauenroman, der seinesgleichen sucht. Gerade was Frauenromane angeht, bin ich meistens sehr skeptisch. Irgendwie habe ich für diese meist zwar ein großes Interesse, komme aber mit der Geschichte zumeist nicht so gut zurecht. In diesem Fall hat sich die Skepsis zwar nicht komplett bewahrheitet, allerdings wohl ein bisschen, denn obwohl es sich um eine sehr gute Geschichte handelt, merkte man ihr an, dass die Autorin bislang noch kein Buch geschrieben hat. Nein, das Buch ist keinesfalls schlecht, es ist eigentlich ganz nett zu lesen, zieht sich aber in manchen Teilen aufgrund der Koch-Sessions ein wenig. Die Autorin ist selber leidenschaftliche Hobbyköchin, gleichzeitig ist sie Naturwissenschaftlerin mit wissenschaftlichem Background. Genau das findet man auch beides in Ihrem Buch; zum einen die ausgeprägten Koch-Sessions, zum anderen ihren ausgeprägten Sinn für Details. Die Geschichte selbst ist spannend erzählt und nicht unbedingt vorhersehbar. Es ist ein durchaus schlauer Frauenroman, der mich in großen Teilen zu überzeugen wusste, sich in manchen Teilen jedoch auch ein wenig zog. Ich bin gespannt auf weitere Bücher dieser Autorin.

Samstag, 4. Oktober 2014

Ein Lesemarathon ist nichts für mich…

… und doch komme ich mir in den letzten zwei Tagen so vor als würde ich ihn absolvieren. Warum das so ist kann ich euch gar nicht mal allzu detailliert beschreiben, die Hintergründe liegen wohl kaum in einem verlängerten Wochenende, oder der Möglichkeit endlich mal wieder entspannt ein Buch zu lesen.
An diesem Wochenende lese ich jetzt richtig viel. Ich lese ein E-Book mit historischem Hintergrund, „Wildcards“ von George R. R. Martin und nicht zuletzt lese ich „Filippo und die Weisheit der Schafe“. Drei Bücher also die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch sagt mir jedes auf seine Weise an diesem Wochenende zu.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

"Gran Reserva" von Carsten Sebastian Henn...

... unterscheidet sich deutlich von der mir bekannten Adalbert-Bietigheim-Reihe aus der Feder von Carsten Sebastian Henn (beide erschienen im Piper-Verlag bzw. bei Pendo). Zum einen ist Gran Reserva ein Standalone und gehört bis dato nicht zu einer Reihe.Doch das ist es nicht, was Gran Reserva anders macht. Der Aufbau des Buches ist schon anders. Ebenso wie die Atmosphäre.
Ich kann euch nicht einmal sagen, warum ich es so empfinde. Aber beim Lesen des Krimis kam mir immer wieder in den Sinn: "Hier steht ein Lebensgefühl im Vordergrund und nicht der Krimi!" Tatsächlich erscheint es mir weniger als Krimi als viel mehr ein Buch über das spanische Lebensgefühl zu sein.
Doch ich möchte von Anfang an beginnen. Auf einer Bodega wird von einer Angestellten, die auch im weiteren Verlauf eine wichtige Rolle spielt, eine Leiche gefunden. Genau dort wo auch die Weine für Kunden gelagert werden.Max, der gerade in Rioja einen Freund besucht und von seinem Leben als Modefotograf in Köln Abstand gewinnen möchte, hilft ihr bei der Beseitigung der Spuren und der Leiche. Doch schon bald stecken Cristina und er mitten drin, in einem Fall der sie weit mehr kosten könnte als ein wenig Zeit.

Carsten Sebastian Henn baut ein Geschichte, die einen mit Haut und Haar verschlingt. Es ist ein Buch, das man nicht mehr weglegen möchte bis man es durchgelesen hat. Gleichzeitig möchte man am Liebsten sofort weglegen. Ein Widerspruch? Ja, mag sein, aber Gran Reserva ist ein Buch mit Höhen und Tiefen. Das einen am Ende verdutzt zurücklässt, obwohl alle Unklarheiten beseitigt sind.
Ich persönlich finde Gourmet-Krimis echt gut. Die Reihe rund um Prof. Dr. Dr. Bietigheim habe ich in einem Rutsch gelesen und freue mich auf die Fortsetzung.
Mit "Gran Reserva" war ich jedoch phasenweise nicht so glücklich, da mir der Wein stets etwas zu ausufernd vorkam. Er nahm mir oftmals die Spannung und ließ den Krimi langsamer laufen. Übrigens, man erfährt auch bei Prof. Dr. Dr. Bietigheim viel über kulinarische Gelüste, was ich auch gut finde, aber im Vergleich zu "Gran Reserva" sind bei den Bietigheim-Krimis die Figuren vielschichtiger und die Rahmenhandlung intensiver.
Fragt ihr mich nun, ob mir dieser Krimi gefallen hat? Nun, die Frage lässt sich nicht abschließend, wohl aber differenziert beantworten. "Gran Reserva" ist nicht für jeden Krimiliebhaber gleichermaßen geeignet. Wer diesen Krimi lesen möchte, sollte auch eine Weinleidenschaft mitbringen. Diese Weinleidenschaft sollte sich nicht nur auf das Weintrinken beziehen, sondern auch auf die Hintergründe. Dieser Krimi ist zugegebenermaßen etwas speziell, aber für Weinliebhaber ein echter Genuss.
Abschließend möchte ich euch meine persönliche Meinung nicht vorenthalten. Ich bin ein Genussmensch, achte beim Essen auf gute Qualität und interessiere mich für das, was ich essen. Auch ein Gläschen Wein gehört zu einem guten Essen dazu. Aber ich bin ehrlich der Anbau von Wein, würde sich für mich nicht lohnen. Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht. Sicherlich war es für mich kein Sternedinner, aber ein gutes Essen aus einem Restaurant.

Freitag, 26. September 2014

„Schatten über Allerby“ von Rebecca Michéle …

… ist der dritte von derzeit vier Büchern rund um Mabel Clarence und Victor Daniels. Dieses Mal spielt ein Großteil der Handlung auf einem Gut mit Namen Allerby. Mabel Clarence übernimmt hierbei die Rolle der Pflegerin des Besitzers des Herrenhauses Allerby. Seine Ehefrau, die bisher die Rolle der Pflegerin hatte, hat augenscheinlich Selbstmord begangen. Die Polizei den Fall schnell zu den Akten gelegt, doch Mabel Clarence glaubt nicht recht an den Selbstmord der lebenslustigen jungen Frau. Tatsächlich steckt sie schon bald in einem ziemlich gefährlichen neuen Fall und das sogar ausnahmsweise ohne Victors Hilfe, denn dieser stimmt Polizei in diesem Fall zu und glaubt an den Selbstmord. Mabels Alleingang birgt eine tödliche Gefahr…
Bereits an den vorigen Rezensionen zu Büchern von Rebecca Michéle kann man sehen, dass mit der Stil der Autorin sehr gut gefällt. Ich selbst finde auch die Miss-Marple-Bücher als klassische Krimis sehr sehr interessant und unterhaltsam, gleichzeitig ist mir die Atmosphäre in einem Krimi sehr wichtig. Es muss eine gute ausgewogene Mischung sein aus Krimi und Atmosphäre, gleichzeitig das die Atmosphäre die Spannung nicht mindern. Genau das macht es für mich oftmals so schwierig einen guten Krimi zu finden der für mich ein echter Krimi ist und nicht in Richtung Thriller abdriftet. Ab und an möchte ich einfach meinen Krimi lesen, aber dann auch bitte einen Krimi und keinen Thriller.
Dabei fällt mir wieder einmal auf wie unterschiedlich die beiden Spannungsgenre doch auffasse. Beim echten Krimi steht für mich die Ermittlungsarbeit im Vordergrund, so wie eben bei Mabel Clarence und ihrem Freund Victor Daniels.
Meiner Meinung nach hat Rebecca Michéle auch bei ihrem dritten Band wieder gute Arbeit geleistet, denn es ist ein solider Krimi geworden, der seine Spannung bis zur letzten Seite behält. Ich persönlich freue mich nun schon auf „Ein tödlicher Schatz“ dem vierten Band der Serie, das erst kürzlich erschienenen ist.
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