Freitag, 28. August 2015

Als ich auf „Leona – Die Würfel sind gefallen“ aufmerksam…

… wurde, dachte ich mir zunächst einmal, dass dies ein völlig anderes Konzept wäre, als die anderen Krimis und Thriller, die ich bisher so gelesen hatte. Die Autorin Jenny Rogneby hat es geschafft, einen Thriller zu konzipieren, der hinsichtlich so vieler Aspekte gänzlich neu erschien.
Da war zum einen das kleine Mädchen, die Bankräuberin, die nur sieben Jahre alt war und als einzige Waffe einen Kassettenrekorder mitbrachte. Dann war da auch noch die Sache mit den Medien und die Darstellung der Medienarbeit, das hatte ich bisher in dieser Form auch noch nicht in einem Buch erlebt.
Schließlich die Überlegung, die Vielschichtigkeit, der Protagonisten, der Ermittler, die alle irgendwie komplex und unberechenbar wirkten, gleichzeitig aber auch nicht wirklich sympathisch. Wobei auch unsympathisch als Antwort absolut unpassend gewesen wäre. Man wird mit diesem Protagonisten konfrontiert, man erlebt sie und erlebt sie doch nicht.Die Protagonisten wirken dabei menschlicher und vielschichtiger als man dies bei einem Buch dieser Art erwarten würde.

Sonntag, 23. August 2015

„Im Augenblick des Todes" von Vincent Kliesch...

…ist ein psychologischer Krimi, der aber auch durchaus Züge eines Thrillers mitbringt und wohl aus genau diesem Grunde vom Verlag als Thriller eingestuft wurde. Insgesamt geht es bei den Büchern von Vincent Kliesch eher um die Ermittlungsarbeit eines Kommissars, als darum einen spannenden Fall mit möglichst viel Blut darzustellen. Dennoch hatte diese Krimi durchaus Thriller ähnliche Züge, denn die Spannung kommt hier keinesfalls zu kurz. Aufgrund seines Verlaufes konnte mich der Krimi-Thriller sogar noch ein wenig überraschen, denn wer rechnet schon im Prolog damit, dass sich der ermittelnde Kommissar ohne groß zu überlegen und ohne viel Widerstand zu leisten festnehmen lässt.  Es hätte praktisch nur noch gefehlt, dass er selbst ein Geständnis ablegt. Was also war passiert. Nach diesem etwas seltsam anmutenden Prolog springt das Buch zurück in die Ermittlung. Genau genommen zum Beginn des Falls.

Samstag, 22. August 2015

„Worte in meiner Hand“ von Guinevere Glasfurd ist einer der stärksten historischen Romane, die…

… ich je gehört habe. Zudem ist es eigentlich gar kein echter Roman, sondern viel eher die wahre Liebesgeschichte zwischen René Descartes und Helena Jans van den Strom. Gleichzeitig ist dieses Hörbuch eines der berührendsten und nachdenklichsten, die in diesem Jahr auf den Markt gekommen sind.
Was dieses Hörbuch für mich so speziell machte, war einerseits der Gedanke, dass diese Geschichte eine wahre Geschichte ist, andererseits berührte mich aber auch der Gedanke daran, wie viel Arbeit und Liebe fürs Detail Guinevere Glasfurd in die Recherche für dieses Buch gesteckt haben musste.
Nun, ich muss zugeben, dass mir die Geschichte von René Descartes nicht unbekannt ist, die einzelnen Details seiner tragischen Liebe jedoch waren es.

Montag, 17. August 2015

"Tausendundein Granatapfelkern" von Marjan Kamali ist ein Roman…

… bei dem ich anfangs nicht viel mehr begeistert als das Cover. Normalerweise bin ich kein Leser der wirklich viel Wert auf ein Cover legt, aber dieses Cover war ungewöhnlich ruhig und trotzdem ausgewogen.
Als mich dann auch noch der Klappentext ansprach, stand für mich fest dieses Buch wollte ich lesen.
Wer die Anfänge meines Blogs kennt, der wird sich erinnern, dass ich vor einigen Jahren, dass es 2008 gewesen sein, „Die Hüterin der Gewürze“ gelesen habe. Ein Buch, das in eine ganz ähnliche Richtung zu gehen schien und doch ganz anders werden sollte. Da ich mit diesem Buch gute Erfahrungen gemacht hatte, wollte ich nun also auch „Tausendundein Granatapfelkern" lesen.
Der Klappentext versprach einen angenehmen interkulturellen Roman. Und das war es auch, was ich bekam, oder aber auch ein bisschen was anderes.

Freitag, 14. August 2015

Mit „Dreckstück“ legt Clémentine Beauvais eine Gesellschaftskritik vor, die…

... ein aktuelles Thema nicht nur kritisch beleuchtet, sondern darauf hinweist, wie es nicht sein sollte. Das Thema, um das es geht ist dabei brandaktuell: Flüchtlinge.
Das Buch um das es geht ist ein Jugendbuch und doch ist es mehr als das. Es ist eines der schlimmsten Bücher, wenn nicht das schlimmste Buch, das ich in den letzten Jahren als Neuerscheinungen gelesen habe. Nein, ich meine damit nicht schlimm im Sinne von es ist ein schlechtes Buch, denn tatsächlich ist es ein sehr gutes Buch, aber es ist ein, das sehr menschenverachtend zu sein scheint beziehungsweise sehr viele menschenverachtende Situationen darstellt.
Eigentlich folgt an dieser Stelle bei mir meist der Klappentext und auch in diesem Fall werde ich es so handhaben, auch wenn damit schon ein Großteil der eigentlichen Geschichte erzählt wird, denn das Buch was ich hier versuche vorzustellen ist gerade mal 96 Seiten stark 96 Seiten eigentlich recht schnell gelesen sind, aber ist eine Ausnahme, denn dieses Buch ist eine gesellschaftskritische Darstellung, die komplexer und vielschichtiger nicht sein dürfte. Dieses Buch beschäftigt sich eindringlich mit dem Thema Fremdenhass.

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