Donnerstag, 2. Oktober 2014

"Gran Reserva" von Carsten Sebastian Henn...

... unterscheidet sich deutlich von der mir bekannten Adalbert-Bietigheim-Reihe aus der Feder von Carsten Sebastian Henn (beide erschienen im Piper-Verlag bzw. bei Pendo). Zum einen ist Gran Reserva ein Standalone und gehört bis dato nicht zu einer Reihe.Doch das ist es nicht, was Gran Reserva anders macht. Der Aufbau des Buches ist schon anders. Ebenso wie die Atmosphäre.
Ich kann euch nicht einmal sagen, warum ich es so empfinde. Aber beim Lesen des Krimis kam mir immer wieder in den Sinn: "Hier steht ein Lebensgefühl im Vordergrund und nicht der Krimi!" Tatsächlich erscheint es mir weniger als Krimi als viel mehr ein Buch über das spanische Lebensgefühl zu sein.
Doch ich möchte von Anfang an beginnen. Auf einer Bodega wird von einer Angestellten, die auch im weiteren Verlauf eine wichtige Rolle spielt, eine Leiche gefunden. Genau dort wo auch die Weine für Kunden gelagert werden.Max, der gerade in Rioja einen Freund besucht und von seinem Leben als Modefotograf in Köln Abstand gewinnen möchte, hilft ihr bei der Beseitigung der Spuren und der Leiche. Doch schon bald stecken Cristina und er mitten drin, in einem Fall der sie weit mehr kosten könnte als ein wenig Zeit.

Carsten Sebastian Henn baut ein Geschichte, die einen mit Haut und Haar verschlingt. Es ist ein Buch, das man nicht mehr weglegen möchte bis man es durchgelesen hat. Gleichzeitig möchte man am Liebsten sofort weglegen. Ein Widerspruch? Ja, mag sein, aber Gran Reserva ist ein Buch mit Höhen und Tiefen. Das einen am Ende verdutzt zurücklässt, obwohl alle Unklarheiten beseitigt sind.
Ich persönlich finde Gourmet-Krimis echt gut. Die Reihe rund um Prof. Dr. Dr. Bietigheim habe ich in einem Rutsch gelesen und freue mich auf die Fortsetzung.
Mit "Gran Reserva" war ich jedoch phasenweise nicht so glücklich, da mir der Wein stets etwas zu ausufernd vorkam. Er nahm mir oftmals die Spannung und ließ den Krimi langsamer laufen. Übrigens, man erfährt auch bei Prof. Dr. Dr. Bietigheim viel über kulinarische Gelüste, was ich auch gut finde, aber im Vergleich zu "Gran Reserva" sind bei den Bietigheim-Krimis die Figuren vielschichtiger und die Rahmenhandlung intensiver.
Fragt ihr mich nun, ob mir dieser Krimi gefallen hat? Nun, die Frage lässt sich nicht abschließend, wohl aber differenziert beantworten. "Gran Reserva" ist nicht für jeden Krimiliebhaber gleichermaßen geeignet. Wer diesen Krimi lesen möchte, sollte auch eine Weinleidenschaft mitbringen. Diese Weinleidenschaft sollte sich nicht nur auf das Weintrinken beziehen, sondern auch auf die Hintergründe. Dieser Krimi ist zugegebenermaßen etwas speziell, aber für Weinliebhaber ein echter Genuss.
Abschließend möchte ich euch meine persönliche Meinung nicht vorenthalten. Ich bin ein Genussmensch, achte beim Essen auf gute Qualität und interessiere mich für das, was ich essen. Auch ein Gläschen Wein gehört zu einem guten Essen dazu. Aber ich bin ehrlich der Anbau von Wein, würde sich für mich nicht lohnen. Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht. Sicherlich war es für mich kein Sternedinner, aber ein gutes Essen aus einem Restaurant.

Freitag, 26. September 2014

„Schatten über Allerby“ von Rebecca Michéle …

… ist der dritte von derzeit vier Büchern rund um Mabel Clarence und Victor Daniels. Dieses Mal spielt ein Großteil der Handlung auf einem Gut mit Namen Allerby. Mabel Clarence übernimmt hierbei die Rolle der Pflegerin des Besitzers des Herrenhauses Allerby. Seine Ehefrau, die bisher die Rolle der Pflegerin hatte, hat augenscheinlich Selbstmord begangen. Die Polizei den Fall schnell zu den Akten gelegt, doch Mabel Clarence glaubt nicht recht an den Selbstmord der lebenslustigen jungen Frau. Tatsächlich steckt sie schon bald in einem ziemlich gefährlichen neuen Fall und das sogar ausnahmsweise ohne Victors Hilfe, denn dieser stimmt Polizei in diesem Fall zu und glaubt an den Selbstmord. Mabels Alleingang birgt eine tödliche Gefahr…
Bereits an den vorigen Rezensionen zu Büchern von Rebecca Michéle kann man sehen, dass mit der Stil der Autorin sehr gut gefällt. Ich selbst finde auch die Miss-Marple-Bücher als klassische Krimis sehr sehr interessant und unterhaltsam, gleichzeitig ist mir die Atmosphäre in einem Krimi sehr wichtig. Es muss eine gute ausgewogene Mischung sein aus Krimi und Atmosphäre, gleichzeitig das die Atmosphäre die Spannung nicht mindern. Genau das macht es für mich oftmals so schwierig einen guten Krimi zu finden der für mich ein echter Krimi ist und nicht in Richtung Thriller abdriftet. Ab und an möchte ich einfach meinen Krimi lesen, aber dann auch bitte einen Krimi und keinen Thriller.
Dabei fällt mir wieder einmal auf wie unterschiedlich die beiden Spannungsgenre doch auffasse. Beim echten Krimi steht für mich die Ermittlungsarbeit im Vordergrund, so wie eben bei Mabel Clarence und ihrem Freund Victor Daniels.
Meiner Meinung nach hat Rebecca Michéle auch bei ihrem dritten Band wieder gute Arbeit geleistet, denn es ist ein solider Krimi geworden, der seine Spannung bis zur letzten Seite behält. Ich persönlich freue mich nun schon auf „Ein tödlicher Schatz“ dem vierten Band der Serie, das erst kürzlich erschienenen ist.

Mittwoch, 24. September 2014

„Die Sache mit meiner Schwester“ von Anne Hertz…

… ist ein Buch, das ich so nicht unbedingt von den Hertz Schwestern erwartet hätte. Normalerweise kennt man die beiden eher aus romantischen und urkomischen Büchern. Mit „Die Sache mit meiner Schwester“ haben sich beide auf ein Terrain gewagt, das ich so zwar aufgrund des Klappentextes erwarten konnte, bei dem ich jedoch meine Zweifel hatte, ob es sich so gut umsetzen lässt.
Inzwischen sind meine Zweifel zerstreut, denn dieses Buch von Anne Hertz war zwar etwas völlig anderes als man sonst von Ihnen kennt, allerdings wirklich ausgereift und gut lesbar. Mir hat diese neue ernsthafte Seite der beiden sehr gut gefallen.
Das Buch selbst hingegen wirft einige Fragen auf, denn es erzählt die Geschichte von zwei Schwestern, die gemeinsam Bücher schreiben. Die Ähnlichkeit zu Anne Hertz ist somit frappierend. Zwar heißen die beiden Schwestern im Buch Heike und Nele, dennoch könnte man als Leser auf die Idee kommen, dass sie in gewisser Weise ihre eigene Geschichte aufgeschrieben haben.

Samstag, 20. September 2014

Rezension: “Das Haus am Alsterufer” von Micaela Jary

Schon vor einigen Tagen hatte ich euch im Rahmen der Blogtour dieses Buch vorgestellt.Ihr wisst somit schon ein wenig über den Inhalt des Buches. Zum Beispiel hatte ich euch bereits erzählt, dass es sich um eine Familiensaga handelt. Hierbei ging es um ganz konkret um eine Familie, die um 1911 in Hamburg gelebt haben soll. Wichtig ist, das die Familie, im Buch heißt sie Dornhain, erfunden ist. Dennoch verknüpft die Autorin atmosphärisch geschickt Realität und Fiktion. So finden die Töchter der Familie großen Gefallen an dem Bau des St.Pauli-Elbtunnels und an dessen Architekten. Wir begleiten die Familie, die tief in Hamburg verwurzelt ist, hinein in den Ersten Weltkrieg. Parallel geht es natürlich auch noch, wenn nicht sogar in erster Linie um die Liebe von Lavinia, Livi, und Helene, genannt Nele, zu dem Architekten des Elbtunnels, Konrad.
Der Autorin Micaela Jary gelingt es schnell mich, die Leserin ihres Buches, in den Bann der Geschichte zu ziehen. Sie schafft eine Atmosphäre, die der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg mehr als gerecht wird, denn gerade die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg eine sehr entspannte Zeit. Das Land befand sich im wirtschaftlichen Aufbruch und die Städte waren überaus modern. Diese Stimmungen greift Micaela Jary gekonnt auf und flechtet sie überaus geschickt in ihre Geschichte hinein, die den historisch interessierten Leser schnell in seinen Bann zieht. Obwohl die Liebesgeschichte einen relativ großen Anteil an der Geschichte hat, erfährt man so einiges über die damalige Zeit und das Leben in jener Zeit.
Dennoch habe ich Zweifel daran, ob das Buch etwas für jeden Leser ist, der sich für historische Bücher interessiert. Sicherlich ist auch ein gewisses Interesse an Familiengeschichten und ein gewisser Hang zur Romantik notwendig, um mit dem Buch warm zu werden. Mir persönlich war es fast schon ein bisschen zu romantisch.
Meiner Meinung nach ist „Das Haus am Alsterufer“ von Micaela Jary ein absolutes Wohlfühlbuch, wenn man einen Herbsttag oder besser noch ein verregnetes Wochenende hat.
Ich persönlich mag auch die Art und Weise, wie Micaela Jary für dieses Buch recherchiert haben muss. Da sie bislang aber keine weitere Familiensaga geschrieben hat, kann ich natürlich nicht sagen, ob mir ihr Stil auch in anderen Büchern gefallen würde. „Das Haus am Alsterufer“ ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

Mittwoch, 17. September 2014

[Blogtour] "Das Haus am Alsterufer": Die Gewinner sind...

Ok... Ich mach es kurz, da ich mir sicher bin, dass sich die Gewinner sehr freuen.
Je ein signiertes Buch geht an:
  • Sonjas Bücherecke
  • uncle.thom
  • Mirjam


Je eine Tasse geht an:
  • Rosen Madl
  • Ute Z.



Der Taschenspiegel geht an:
  • Martinas Welt


Herzlichen Glückwunsch!
Bitte in den Betreff "Das Haus am Alsterufer" eintragen und an die Mailadresse schicken.
Mail: devilishbeauty78@gmail.com
Gewinner haben eine Woche Zeit sich zu melden, ansonsten wird der Gewinn neu unter den Bewerbern ausgelost.
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