Samstag, 20. September 2014

Rezension: “Das Haus am Alsterufer” von Micaela Jary

Schon vor einigen Tagen hatte ich euch im Rahmen der Blogtour dieses Buch vorgestellt.Ihr wisst somit schon ein wenig über den Inhalt des Buches. Zum Beispiel hatte ich euch bereits erzählt, dass es sich um eine Familiensaga handelt. Hierbei ging es um ganz konkret um eine Familie, die um 1911 in Hamburg gelebt haben soll. Wichtig ist, das die Familie, im Buch heißt sie Dornhain, erfunden ist. Dennoch verknüpft die Autorin atmosphärisch geschickt Realität und Fiktion. So finden die Töchter der Familie großen Gefallen an dem Bau des St.Pauli-Elbtunnels und an dessen Architekten. Wir begleiten die Familie, die tief in Hamburg verwurzelt ist, hinein in den Ersten Weltkrieg. Parallel geht es natürlich auch noch, wenn nicht sogar in erster Linie um die Liebe von Lavinia, Livi, und Helene, genannt Nele, zu dem Architekten des Elbtunnels, Konrad.
Der Autorin Micaela Jary gelingt es schnell mich, die Leserin ihres Buches, in den Bann der Geschichte zu ziehen. Sie schafft eine Atmosphäre, die der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg mehr als gerecht wird, denn gerade die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg eine sehr entspannte Zeit. Das Land befand sich im wirtschaftlichen Aufbruch und die Städte waren überaus modern. Diese Stimmungen greift Micaela Jary gekonnt auf und flechtet sie überaus geschickt in ihre Geschichte hinein, die den historisch interessierten Leser schnell in seinen Bann zieht. Obwohl die Liebesgeschichte einen relativ großen Anteil an der Geschichte hat, erfährt man so einiges über die damalige Zeit und das Leben in jener Zeit.
Dennoch habe ich Zweifel daran, ob das Buch etwas für jeden Leser ist, der sich für historische Bücher interessiert. Sicherlich ist auch ein gewisses Interesse an Familiengeschichten und ein gewisser Hang zur Romantik notwendig, um mit dem Buch warm zu werden. Mir persönlich war es fast schon ein bisschen zu romantisch.
Meiner Meinung nach ist „Das Haus am Alsterufer“ von Micaela Jary ein absolutes Wohlfühlbuch, wenn man einen Herbsttag oder besser noch ein verregnetes Wochenende hat.
Ich persönlich mag auch die Art und Weise, wie Micaela Jary für dieses Buch recherchiert haben muss. Da sie bislang aber keine weitere Familiensaga geschrieben hat, kann ich natürlich nicht sagen, ob mir ihr Stil auch in anderen Büchern gefallen würde. „Das Haus am Alsterufer“ ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

Mittwoch, 17. September 2014

[Blogtour] "Das Haus am Alsterufer": Die Gewinner sind...

Ok... Ich mach es kurz, da ich mir sicher bin, dass sich die Gewinner sehr freuen.
Je ein signiertes Buch geht an:
  • Sonjas Bücherecke
  • uncle.thom
  • Mirjam


Je eine Tasse geht an:
  • Rosen Madl
  • Ute Z.



Der Taschenspiegel geht an:
  • Martinas Welt


Herzlichen Glückwunsch!
Bitte in den Betreff "Das Haus am Alsterufer" eintragen und an die Mailadresse schicken.
Mail: devilishbeauty78@gmail.com
Gewinner haben eine Woche Zeit sich zu melden, ansonsten wird der Gewinn neu unter den Bewerbern ausgelost.

Samstag, 13. September 2014

Blogtour mit Gewinnspiel zu “Das Haus am Alsterufer”

Nun ist sie also da, die Blogtour zu „Das Haus am Alsterufer“, welches gerade erst erschien. Die Autorin Micaela Jary wagt sich hierbei in einen anderen Bereich, in dem sie bislang nicht geschrieben hat und zwar handelt es sich um den Bereich der fiktiven Familiensaga. Sie erzählt die Geschichte der Hamburger Reedersfamilie Dornhain ab 1911. Mit insgesamt drei Töchtern hat es der verwitwete Victor Dornhain nicht leicht. Noch verfahrener wird seine Situation als sich seine Töchter Helene, genannt Nele, und Lavinia, Livi, in den gleichen Mann verlieben. Doch ich möchte euch gar keine Inhaltsaspekte vorweg nehmen, da dieses heute keine klassische Rezension ist, vielmehr soll es hier heute um die Handlungsorte gehen.

Das Buch beginnt in Hamburg, natürlich beginnt es dort. Schließlich steht das Haus der Familie in Hamburg an der Alster. Doch wie war das Leben 1911 in Hamburg? Unterschied es sich stark vom heutigen Leben dort? Nun, fangen wir am Anfang an. 1911 ist das Jahr, in dem der St.Pauli-Elbtunnel eröffnet wurde. Dieses gesellschaftliche Großereignis ist natürlich auch in der Geschichte verwoben, die Micaela Jary zu erzählen hat. Der Mann in den sich Nele und Livi verlieben ist sogar als Architekt am Bau des Tunnels beteiligt und wahrlich stolz darauf.

Auch wenn das Hamburg des Jahres 1911 eine Menge zu bieten hat, verbringt Nele, die eine private Kunstschule besucht, viel Zeit mit ihren Freunden in München. Das München dieser Zeit war bekannt für seine Künstlerszene. Auch der bekannte Maler Franz Marc war dort und bereitete gemeinsam mit Wassily Kandinsky seine erste Kunstaustellung mit der Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter“ vor.

Gleichzeitig kämpfen die Münchener Frauen jener Zeit um das Wahlrecht, nicht wenige ‚Malweiber‘ machen hier mit und engagieren sich politisch.

Sylt spielt in diesem Buch so gesehen nur eine kleine Nebenrolle, denn Livi soll ihr verliebtes Gemüt hier wieder etwas besänftigen. Mit mäßigem Erfolg, wie ihr euch denken könnt. Westerland galt im Jahr 1911 als Naherholungsgebiet.

Die Hochzeit ihrer Schwester Livi ist für Nele eine echte Schmach. Kein Wunder also, dass sie irgendwo wieder zu sich selbst finden muss. Genau aus diesem Zwecke lässt Nele die Hochzeit ihrer Schwester aus und fährt ihrer Gesundheit zu Liebe nach Locarno ins Tessin. Inzwischen schreibt das Buch das Jahr 1913.

In Budapest findet im gleichen Jahr ein Frauenkongress statt, den Livi unbedingt besuchen möchte. Gleichzeitig macht ihr die lange Reise von Hamburg nach Budapest auch große Angst. Ihre Schwester Ellinor (die älteste der drei Dornhain-Schwestern) erklärt ihr allerdings, dass es keine Weltreise sei, sodass sie sich schließlich auf den Weg macht.

Während des Ersten Weltkrieges arbeitet Nele dann in Genf. Zwar ist Genf, da es in der neutralen Schweiz liegt, nicht direkt in den Kriegs involviert, aber natürlich in einiger Hinsicht davon betroffen. So hilft Nele beim Roten Kreuz.

Ascona ist der letzte Spielort des Buches. Zur Zeit des Ersten Weltkriegs galt es als Ort der Künstler. Es liegt bei Locarno, gilt aber im Buch als eigener Handlungsort.

Wenn ihr euch nun fragt, warum ich euch die Handlungsorte des Buches vorstelle, erwartet bitte keine ausufernde Erklärung. Nur vielleicht so viel. Im Rahmen dieses Buches spielen alle hier vorgestellten Orte eine wichtige Rolle. Jeder von ihnen ist wichtig. Jeder von ihnen ist ein Mosaik des Ganzen, das sich auf die Atmosphäre auswirkt.

Im Rahmen dieser Blogtour gibt es auch wieder ein Gewinnspiel. Es gibt einen gemeinsamen Lostopf bei allen teilnehmenden Blogs. Wer hinein möchte sollte mir die folgende Frage beantworten:

Welchen Ort, der im Ersten Weltkrieg eine wichtige Rolle hatte, würdet ihr gerne mal besuchen und warum?

Die Preise:

  • 3 signierte Bücher
  • 1 Taschenspiegel
  • 2 Tassen

Teilnahmebedingungen:

Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten

Das Gewinnspiel endet am 16.09., 23:59 Uhr

Teilnahme und Versand nur innerhalb Deutschland möglich!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Keine Haftung für den Postweg

Die Tour im Überblick:

11.09. Manja Buchvorstellung

http://manjasbuchregal.blogspot.de

12.09.

Jacqueline

Charaktere

http://linejasmin.blogspot.de

13.09.

ich Schauplätze Das ist der aktuelle Halt der Blogtour
14.09.(morgen) Sabrina

Interview mit Micaela Jary

www.binchensbuecher.blogspot.de

15.09.

Ramona Rezepte

http://kielfeder-blog.de

16.09.

Claudia

Historische Hintergründe

http://blog.claudis-gedankenwelt.de

17.09.

   

Gewinnerverkündung auf allen Blogs

Samstag, 30. August 2014

Die Geschichte "Schattenzwilling" von Katrin Bongard ist ...

... für mìch ein zweischneidiges Schwert, da mir die Geschichte (der Plot) wie auch der Stil der Autorin gut gefallen haben, dennoch bin ich mit diesem Buch nicht richtig warm geworden.  Vielleicht denkt ihr jetzt,  ich wüsste nicht,  woran es lag,  aber das zu behaupten, wäre gelogen.
Klar, die Geschichte von Zwillingen,  die ihre Rollen tauschen , kennt man bereits aus Erich Kästners "Das doppelte Lottchen". Doch ist diese thematische Ähnlichkeit für mich nicht das Problem,  denn bei Katrin Bongard entwickelt sich das ganze zunehmend als Thriller. Auch ist es für mich kein Problem, dass die Geschichte zu Beginn eine Liebesgeschichte zu sein scheint oder sollte ich eher sagen,  es scheint die Geschichte über den Wandel einer Freundschaft. Das Ganze ist inhaltlich gut aufeinander abgestimmt und wirkt keinesfalls überzogen. Ihr seht, dass ich euch sehr wohl sagen, was mir gut gefallen hat.
Bei dem was mir nicht gefallen hat, handelt es sich eigentlich nur um eine Kleinigkeit.  Mit der Tatsache, dass einer der Zwillinge im Rollstuhl sitzt,  wagt die Autorin etwas, das als zusätzliches Spannungselement zu sehen ist, eine Kleinigkeit nur, die mir anfangs auch noch sehr gut gefiel, die sich aber im Verlauf der Geschichte als schwierig erwies. Die Autorin beschreibt hierbei augenscheinlich einen Querschnitt durch einen Unfall. So weit, so gut. Problematisch wird das ganze Thema an Stellen, bei denen sich die Autorin über die Folgen dieser Behinderung hätte Gedanken machen müssen. Hier gab es jedoch einige Widersprüche. Jemand, der in einem nicht-motorisierten Rollstuhl sitzt, hat zumeist einen sehr muskulösen Rumpf- und Armbereich. Die Beine hingegen verlieren an Muskulatur. Dieses führt einerseits dazu,  dass man die Zwillinge auseinander halten kann. Gleichzeitig sorgt die fitte Oberkörper-Muskulatur für Selbstständigkeit ohne die Nutzung der eigenen Beine. Natürlich ist dieser Wandel ein konstanter Prozess,  der nach einem oder zwei Jahren sicherlich nicht abgeschlossen und zum Teil auch mit psychischen Prozessen, wie der Akzeptanz des Handicaps einhergeht.  Katrin Bongard scheint diese Aspekte allerdings nicht in Gänze recherchiert oder berücksichtigt zu haben. Schade! Wäre es vielleicht besser für die Geschichte gewesen, auf dieses Element zu verzichten? Ich weiß es nicht! Wäre die Geschichte dann entstanden? Worum geht es eigentlich?
Nun die Kurzbeschreibung des Buches ist eigentlich schon recht konkret. 
"Weißt du, wie es ist, einen Doppelgänger zu haben? Jemand, der dir ähnlich ist, aussieht wie du und doch jemand ganz anderes ist. Nein? Aber ich weiß es. Teresa ist ziemlich verunsichert, als ein Freund ihrer Eltern mit seinen Zwillingssöhnen Kai und Adrian zu Besuch kommt. Vor zwei Jahren war Teresa in Adrian verliebt, doch seitdem hatten sie keinen Kontakt mehr. Nun sitzt Adrian im Rollstuhl, und Teresa fühlt sich stark zu Kai hingezogen – und schämt sich dafür. Doch ist Kai wirklich Kai? Und ist Adrian wirklich Adrian? Oder ist Teresa das Opfer eines gefährlichen Verwechslungsspiels?"
Ihr seht, die Sache mit dem Rollstuhl ist eine Nebensache und trotzdem störte sie meinen persönlichen Lesefluß immer mal wieder. Lacht ruhig!  Das Buch hat mir ja wirklich gut gefallen, aber entweder hätte man den Rollstuhl außen vor lassen sollen oder sich vielleicht mit der Thematik etwas näher beschäftigen müssen. Als  Rollstuhlfahrer sitzt man nicht nur in einem Stuhl, wie man ansonsten auf selbigem sitzt. Es beeinflusst deinen Alltag, aber der Rollstuhl alleine macht niemanden hilflos oder das Leben weniger lebenswert,  vielmehr ist es der Umgang mit dem Handicap.

Dienstag, 26. August 2014

Wer bei "Gesucht: Traummann mit Ente" von Alice Golding...

... an eine romantische, gar kitschige Geschichte denk, liegt weder ganz richtig noch ganz falsch. Stattdessen geht es euch wie mir, denn auch ich erwarte eine romanische Komödie. Das jedoch war höchst erfreulich, denn obwohl es tatsächlich auch um Liebe ging, war diese nur eine erfrischende Randnotiz. Tatsächlich ging es nämlich einen Großteil der Zeit um eine Frau, die unbedingt einen Roman schreiben wollte.
Auf diese Idee kam sie nach dem sie in der Zeitung von zwei Mopsautorinnen gelesen hatte. Der Plan nun selbst ein Buch schreiben zu wollen, stellte sie allerdings vor eine Reihe von Problemen. Das jedoch ist auch kein Wunder, wenn man bereits aller Welt erzählt eine professionelle Autorin zu sein. Schließlich möchten diese Menschen dann auch Ergebnisse sehen. Man könnte meinen, die Autorin hätte die Geschichte ihres eigenen Buches aufgeschrieben. Das allerdings scheint es nicht ganz zu treffen.
Wenn ihr mich nun fragt, wie mir das Buch gefallen hat, so möchte ich keine großen Worte machen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist eine Geschichte die der Alltag geschrieben hat. Dabei jedoch auch noch abwechslungsreich, frech und irrsinnig komisch. Dieses Buch ist unterhaltsam und erhellt auch an tristen, gar regnerischen Tagen, die Stimmung der Lesers.
Alice Golding ist ein Name, den ich mir aus dem ebook-Bereich merken werde, da ich mich schon sehr auf weitere Bücher freue.
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