Samstag, 30. August 2014

Die Geschichte "Schattenzwilling" von Katrin Bongard ist ...

... für mìch ein zweischneidiges Schwert, da mir die Geschichte (der Plot) wie auch der Stil der Autorin gut gefallen haben, dennoch bin ich mit diesem Buch nicht richtig warm geworden.  Vielleicht denkt ihr jetzt,  ich wüsste nicht,  woran es lag,  aber das zu behaupten, wäre gelogen.
Klar, die Geschichte von Zwillingen,  die ihre Rollen tauschen , kennt man bereits aus Erich Kästners "Das doppelte Lottchen". Doch ist diese thematische Ähnlichkeit für mich nicht das Problem,  denn bei Katrin Bongard entwickelt sich das ganze zunehmend als Thriller. Auch ist es für mich kein Problem, dass die Geschichte zu Beginn eine Liebesgeschichte zu sein scheint oder sollte ich eher sagen,  es scheint die Geschichte über den Wandel einer Freundschaft. Das Ganze ist inhaltlich gut aufeinander abgestimmt und wirkt keinesfalls überzogen. Ihr seht, dass ich euch sehr wohl sagen, was mir gut gefallen hat.
Bei dem was mir nicht gefallen hat, handelt es sich eigentlich nur um eine Kleinigkeit.  Mit der Tatsache, dass einer der Zwillinge im Rollstuhl sitzt,  wagt die Autorin etwas, das als zusätzliches Spannungselement zu sehen ist, eine Kleinigkeit nur, die mir anfangs auch noch sehr gut gefiel, die sich aber im Verlauf der Geschichte als schwierig erwies. Die Autorin beschreibt hierbei augenscheinlich einen Querschnitt durch einen Unfall. So weit, so gut. Problematisch wird das ganze Thema an Stellen, bei denen sich die Autorin über die Folgen dieser Behinderung hätte Gedanken machen müssen. Hier gab es jedoch einige Widersprüche. Jemand, der in einem nicht-motorisierten Rollstuhl sitzt, hat zumeist einen sehr muskulösen Rumpf- und Armbereich. Die Beine hingegen verlieren an Muskulatur. Dieses führt einerseits dazu,  dass man die Zwillinge auseinander halten kann. Gleichzeitig sorgt die fitte Oberkörper-Muskulatur für Selbstständigkeit ohne die Nutzung der eigenen Beine. Natürlich ist dieser Wandel ein konstanter Prozess,  der nach einem oder zwei Jahren sicherlich nicht abgeschlossen und zum Teil auch mit psychischen Prozessen, wie der Akzeptanz des Handicaps einhergeht.  Katrin Bongard scheint diese Aspekte allerdings nicht in Gänze recherchiert oder berücksichtigt zu haben. Schade! Wäre es vielleicht besser für die Geschichte gewesen, auf dieses Element zu verzichten? Ich weiß es nicht! Wäre die Geschichte dann entstanden? Worum geht es eigentlich?
Nun die Kurzbeschreibung des Buches ist eigentlich schon recht konkret. 
"Weißt du, wie es ist, einen Doppelgänger zu haben? Jemand, der dir ähnlich ist, aussieht wie du und doch jemand ganz anderes ist. Nein? Aber ich weiß es. Teresa ist ziemlich verunsichert, als ein Freund ihrer Eltern mit seinen Zwillingssöhnen Kai und Adrian zu Besuch kommt. Vor zwei Jahren war Teresa in Adrian verliebt, doch seitdem hatten sie keinen Kontakt mehr. Nun sitzt Adrian im Rollstuhl, und Teresa fühlt sich stark zu Kai hingezogen – und schämt sich dafür. Doch ist Kai wirklich Kai? Und ist Adrian wirklich Adrian? Oder ist Teresa das Opfer eines gefährlichen Verwechslungsspiels?"
Ihr seht, die Sache mit dem Rollstuhl ist eine Nebensache und trotzdem störte sie meinen persönlichen Lesefluß immer mal wieder. Lacht ruhig!  Das Buch hat mir ja wirklich gut gefallen, aber entweder hätte man den Rollstuhl außen vor lassen sollen oder sich vielleicht mit der Thematik etwas näher beschäftigen müssen. Als  Rollstuhlfahrer sitzt man nicht nur in einem Stuhl, wie man ansonsten auf selbigem sitzt. Es beeinflusst deinen Alltag, aber der Rollstuhl alleine macht niemanden hilflos oder das Leben weniger lebenswert,  vielmehr ist es der Umgang mit dem Handicap.

Dienstag, 26. August 2014

Wer bei "Gesucht: Traummann mit Ente" von Alice Golding...

... an eine romantische, gar kitschige Geschichte denk, liegt weder ganz richtig noch ganz falsch. Stattdessen geht es euch wie mir, denn auch ich erwarte eine romanische Komödie. Das jedoch war höchst erfreulich, denn obwohl es tatsächlich auch um Liebe ging, war diese nur eine erfrischende Randnotiz. Tatsächlich ging es nämlich einen Großteil der Zeit um eine Frau, die unbedingt einen Roman schreiben wollte.
Auf diese Idee kam sie nach dem sie in der Zeitung von zwei Mopsautorinnen gelesen hatte. Der Plan nun selbst ein Buch schreiben zu wollen, stellte sie allerdings vor eine Reihe von Problemen. Das jedoch ist auch kein Wunder, wenn man bereits aller Welt erzählt eine professionelle Autorin zu sein. Schließlich möchten diese Menschen dann auch Ergebnisse sehen. Man könnte meinen, die Autorin hätte die Geschichte ihres eigenen Buches aufgeschrieben. Das allerdings scheint es nicht ganz zu treffen.
Wenn ihr mich nun fragt, wie mir das Buch gefallen hat, so möchte ich keine großen Worte machen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist eine Geschichte die der Alltag geschrieben hat. Dabei jedoch auch noch abwechslungsreich, frech und irrsinnig komisch. Dieses Buch ist unterhaltsam und erhellt auch an tristen, gar regnerischen Tagen, die Stimmung der Lesers.
Alice Golding ist ein Name, den ich mir aus dem ebook-Bereich merken werde, da ich mich schon sehr auf weitere Bücher freue.

Dienstag, 19. August 2014

Ebook vs. Buch: Habt ihr einen Favoriten?

Nein, ich fordere euch nicht auf euch zu entscheiden.Vielmehr möchte ich euch auf eine aktuelle Studie zu diesem Thema hinweisen. Durchgeführt wurde das ganze unter anderem mit Unterstützung von Buecher.de. Aber auch andere namenhafte Unterstützter sind dabei. Die Infografik hat mir Buecher.de freundlicherweise direkt zum Einbinden zur Verfügung gestellt. Auch ihr könnt sie direkt über die Internetseite einbinden. Klickt einfach hier auf die Infografik. Doch worum geht es mir tatsächlich?

Sonntag, 17. August 2014

Von „Aprikosenküsse“ etwas zu erwarten…

... ist definitiv nicht so einfach, wenn man noch nicht einmal weiß, was ein Aprikosenkuss eigentlich sein soll. Natürlich erwartet man auf den ersten Blick eine total romantische, ländlich angehauchte Geschichte, in der natürlich auch Aprikosen und Küsse eine Rolle spielen. Aber was erwartet mich als Leser weiterhin?
304 Seiten müssen schließlich irgendwie gefüllt werden und eine Frau-trifft-Mann-Geschichte ist schließlich nicht mal eben so in 30 Seiten erzählt. Da kommt es ganz häufig zu Konflikten, auf die man selber erst einmal nicht gekommen wäre.
Wenn sich eine Halbitalienerin mit deutschen Wurzeln  auf die Suche nach ihren eigenen, ihren italienischen, Wurzeln begibt und der Mann ihrer Träume er dabei über den Weg läuft, verspricht der schon das Konfliktpotenzial. Viel schlimmer wird dieses aber noch wenn das Ganze nicht in einer großen Stadt wie Rom, sondern in einem kleinen Dorf spielt, in dem jeder jeden kennt. Viel schlimmer noch, wenn dieser Mann erst kürzlich seine heiß geliebte Großmutter, seine Nonna, verloren hat und dass aufgrund eines Artikels, den unsere Halbitalienerin Hanna, verfasst hat.
Als wenig später auch noch die Urne der Toten gestohlen wird, und auch hier hat Hanna ihre Finger im Spiel, ist das Chaos perfekt.
Insgesamt erzählt Claudia Winter hier eine ganz reizende, überaus romantische Liebesgeschichte, die auch durch eine Prise Humor glänzt. Mich persönlich erinnerte das Ganze in weiten Teilen an das Genre, welchem auch Rosemunde Pilcher oder Inga  Lindström angehören. Für Romantikerinnen genau das richtige Buch. Wenn man an Aprikosen denkt, denkt man außerdem oftmals an den Sommer. Tatsächlich ist es ein Buch, das ich auch er im Sommer lesen würde, wobei es eigentlich keiner festen Jahreszeit zugeordnet werden kann. Weder spielt es zu Weihnachten noch zu Ostern. Dennoch versprüht dieses Buch seinen ganz besonderen Charme, den er schafft eine italienische Atmosphäre. Wer also jetzt im Herbst, bei diesem kalten, nassen Wetter auf der Suche nach einem gewissen Süd-Feeling ist, der ist bei diesem Buch sehr gut aufgehoben.

Montag, 11. August 2014

Aus eigener Feder: Als Bühne Leben

Akzeptanz,

Toleranz,

Meist nicht viel mehr als schöne Worte,

Da gibt es schönere Orte, ohne solche,

Worte,

Orte.

Frei von dieser Person

Ohne jede Passion

Frei vom Spiel, das die Welt bedeutet

Freiheit wird heut' eingeläutet,

Denn dann sind wir frei vom Spiel,

das uns schon so oft missfiel.

Ausgespielt und freigeschwommen,

heute wird mal nichts genommen,

heute gilt es zu entkommen,

Der Ignoranz,

Der Arroganz.

Nicht aber dem Leben,

Das kann uns noch so viel geben.

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